Natur & Umwelt

Der DAV beschließt konsequenten Klimaschutz

Wir müssen handeln. Jetzt!

Das mit Abstand am breitesten diskutierte Thema der Hauptversammlung war der Klimawandel. Dazu hat der Alpenverein drei Entscheidungen getroffen: Er hat erstens eine Resolution verabschiedet, die sich an die Politikerinnen und Politiker in Deutschland wendet und sie zu einer konsequenteren Klimapolitik auffordert. Wörtlich steht da: „Die Zeit des Zauderns ist vorbei, wir müssen handeln. Jetzt!“ 

Zweitens hat der DAV eine Selbstverpflichtung zum Klimaschutz verabschiedet. Darin fordert er konkrete Maßnahmen auf Bundes-, Landes- und Sektionenebene, und zwar im Hinblick insbesondere auf seine Infrastruktur und den Mobilitätsbereich. 

Drittens hat sich der DAV für eine Klimaschutzabgabe entschieden. Ab 2021 soll pro Vollmitglied und Jahr 1 Euro in einen Fonds fließen, aus dem Klimaschutzprojekte in den Sektionen, Landesverbänden und im Bundesverband finanziert werden. Bei 1,3 Millionen Mitgliedern macht das rund 1 Million Euro pro Jahr aus, weil verschiedene Beitragsermäßigungen berücksichtigt werden müssen.

26.10.2019 – Kurzfassung der Resolution der Hauptversammlung des Deutschen Alpenvereins in München:
Die Sektionen des Alpenvereins haben sich verpflichtet, Klimaneutralität anzustreben. Eine Bilanz der aktuellen CO2 –  Belastung in den Geschäftsstellen, den Hütten  und auch für Mobilität z.B. für Ausbildung und Aktivitäten  ist zu erstellen und Voraussetzung, um über Einsparungsmöglichkeiten und klimafreundlichere Technologien nachzudenken.

Unbequem, aber ausschlaggebender ist das Thema Mobilität für uns als Outdoor- und Indoor-Aktivisten. Die Einplanung von Fahrgemeinschaften, ÖPNV- oder Vereinsbus-Nutzung oder die Anfahrt mit dem eigenen Rad sollte Standard werden, bevor man sich -wie gewohnt- in den PKW setzt. Wie wäre es mit einer Selbstverpflichtung Tempolimit 130 km/h?

Häufig sind Inlandsflüge preiswerter als Fahrten mit der Bahn und eine Reise auf die andere Seite des Globus kostet oft weniger als ein Urlaub in Deutschland oder benachbarten Ländern. Und trotzdem! Vor übereilten Entscheidungen kurz innehalten und nach alternativen Möglichkeiten suchen, die cool sind, weil sie nachhaltig sind und die ein gutes Gefühl hinterlassen.

So bietet die österreichische Bahn Nachtzüge in den Alpenraum. Komfortabel kann der Urlauber mit ICE und ÖBB-Nightjet von deutschen Städten in Schlaf-, Liege- und Sitzwagen in die Alpengebiete wie u. a. Salzburg, Innsbruck, Wien oder Graz fahren. Teilweise ist auch Fahrradmitnahme möglich. Auch mit Urlaubsexpress, UEX, können in Nachtzügen saisonal sowohl Urlaubsgebiete in den Alpen als auch Richtung Skandinavien erreicht werden.

Spannend ist, sich selbst Klarheit zu verschaffen über die eigene CO2-Bilanz.

Habt Ihr Ideen zu nachhaltigem Handeln in der Freizeit? Schickt uns gerne Vorschläge. Wir werden immer mal wieder einige auf unserer Homepage veröffentlichen. Ihr könnt etwas bewegen!


Wenn Du dich über Natur- und Umweltschutz im Alpenverein informieren möchtest, kannst Du dies gerne beim DAV Hauptverband nachlesen.

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Naturschutzreferentin:

Ameli Kirse Naturschutzreferentin

 

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