„Wir können nicht tatenlos zusehen“

VVS-Waldaufforstung im Siebengebirge

Zwei Sommer mit extremer Hitze und Trockenheit haben auch im Naturschutzgebiet Siebengebirge zum Absterben ganzer Fichtenwälder und großflächigem Kahlschlag geführt. Der Verschönerungsverein für das Siebengebirge,  VVS, hat für seine Flächen von gut 800 ha 5.000 Setzlinge hauptsächlich der Baumarten Buche, Ulme, Kirsche, Trauben- und Stieleiche gekauft aus Spendengeldern und durch ehrenamtliche Helfer gepflanzt.

Am Samstag, dem 1.2.20 fanden sich bei Dauerregen 25 Helfer ein, die unter der Anleitung des 2. Vorsitzenden des VVS, Gerhard Müller und des Försters Marc Redemann die letzten 660 Bäume unterhalb der Rosenau gepflanzt haben. Dabei halfen auch acht Mitglieder der Siebengebirgsgruppe der Sektion Siegburg und ein Freund eines Mitglieds mit, die nicht tatenlos bleiben und zukünftig nicht durch Kahlschläge wandern wollten.

Die Anfangs gute Laune wurde irgendwie getrübt als die Unterhosen nass, die Arme länger und länger und die Schuhsohlen höher und schwerer durch Lehm wurden. Als Gerhard sich dann bedanke für die Aktionen mit den 5.000 Setzlingen in diesem Winter, meinte Marc, dass ein Kindergarten 600 € gesammelt hat und dafür können weitere 500 Bäume gepflanzt werden… im März… 

Es war echte Maloche, aber alle meinten, dass es gut getan hat in der Gemeinschaft sich für etwas Gutes eingesetzt zu haben und die meisten wollten Bescheid bekommen, wenn der Termin im März steht. „Wir können nicht tatenlos zusehen!“ sind wir uns einig!

Reiner Rechmann
Siebengebirgsgruppe